Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen

In Deutschland leben immer mehr ältere Menschen. Bereits im Jahr 2030 werden voraussichtlich 35 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Bildung und Digitale Souveränität ist für ältere Menschen eine wichtige Voraussetzung dafür, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Der Fachbeirat "Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen" will Teilhabe und Selbstbestimmtheit sowie digitale Souveränität älterer Menschen fördern.

Das verstehen wir unter Digitalisierung, Bildung und Digitaler Souveränität

vernetzte Strukturen

Digitalisierung

Unter Digitalisierung verstehen wir sich wechselseitig beeinflussende Pozesse der Technikentwicklung und der Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft mit Auswirkungen auch auf Ältere. Diese Prozesse bergen Chancen und Risiken vor allem für Teilhabe, Selbstbestimmtheit, Bildung und Sicherheit älterer Menschen. Daher erfordern sie Regelungen und „Leitplanken“.

Mit Blick auf unser Handlungsfeld sollte auch Digitalisierung zunächst der Förderung von Handlungskompetenzen sowie der Erweiterung von Gestaltungsmöglichkeiten dienen. Daher sollten ältere Menschen auch digital souverän sein.

älterer Mann lernt mit Unterstützung am Computer

Bildung

Unter Bildung älterer Menschen verstehen wir ihr Bestreben, sich selbst, die Gesellschaft und die Welt zu verstehen und diesem Verständnis gemäß zu handeln. Wir sehen ältere Menschen in Bildungsprozessen stets als Akteure, die ihre Teilhabe in der Gesellschaft gestalten wollen.

Wir priorisieren Möglichkeiten des non-formalen und des informellen Lernens sowie die Verbindung von Lernen „persönlich vor Ort“ mit digitalem Lernen. 

Bildungsprozesse unter Einbezug von Digitalisierung und Technik sollten wie folgt ausgerichtet sein: bedarfsorientiert und nutzerfreundlich, kommunikationsförderlich, partizipativ, selbstbestimmt und kritisch-konstruktiv mit dem Ziel politischer Teilhabe und Mitbestimmung.

ältere Hände auf Tastatur

Digitale Souveränität

Digitale Souveränität meint Autonomie in der Nutzung und Nicht-Nutzung digitaler Technik. Digitale Souveränität älterer Menschen fließt in die gemeinsamen Gestaltungsprozesse unserer Gesellschaft ein.

Zentrale Voraussetzungen für digitale Souveränität sind eine leistungsfähige und sichere Infrastruktur, die Ermöglichung des Erwerbs und die Beherrschung von Schlüsselkompetenzen und Technologien sowie innovationsoffene Rahmenbedingungen.

Begleitung durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS)

Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädadogik (ISS) e.V. stellt die Geschäftsstelle für den Fachbeirat „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“.