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Veranstaltungshinweis: Online-Fachgespräch am 28.06.2024 „Noch nicht sichtbar, unverzichtbar: Politische Bildung Älterer für eine lebendige Demokratie“

Veranstaltungshinweis: Online-Fachgespräch am 28.06.2024 „Noch nicht sichtbar, unverzichtbar: Politische Bildung Älterer für eine lebendige Demokratie“

Bildnachweis: freepik.com, Nr. 2149286605

Politische Bildung ist auch im Alter entscheidend, um Menschen in der Wahrnehmung ihrer demokratischen Rechte zu stärken und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Mitgestaltung zu eröffnen. Sie ist aber auch notwendig, um Spaltungsprozessen in unserer Gesellschaft entgegenzutreten. Demokratiegefährdende Einstellungen sind innerhalb der älteren Bevölkerung weit verbreitet, digitale Kompetenzen hingegen vielfach gering. Der Umgang mit Fake News und Hate Speech erfordert Medienkompetenz und demokratische Handlungsfähigkeit.


Aktuell leben 25.7 Mio. ältere Menschen in Deutschland, jede dritte Person ist über 60 Jahre alt. Diese Wählergruppe ist relevant und gewinnt noch weiter an politischem Einfluss. Bislang nimmt die politische Bildung hierzulande jedoch vor allem die Jugend in den Blick, für Erwachsene und ältere Menschen ist die Bildungslandschaft unzureichend und verstärkt soziale Ungleichheit. Ältere werden weder als Zielgruppe noch als Ressource der Demokratiearbeit hinreichend gesehen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Impulse und der Expertise des Fachbeirats zum Handlungsfeld wollen wir gemeinsam diskutieren, welche Handlungsbedarfe sich hieraus unter anderem für die Gestaltung von Programmen politischer Bildung sowie für das Demokratiefördergesetz und die Strategie der Bundesregierung „Gemeinsam für Demokratie und gegen Extremismus" ergeben. Prof. Dr. Tobias Müller und Dennis Hebbelmann – Autoren der Studie „Rechtsextremismus im Alter als Gefahr für Zusammenhalt und Engagement in Baden-Württemberg (RAGE)“ – beleuchten anhand ihrer Forschungsergebnisse Einflussfaktoren und Ausdrucksformen von Radikalisierung älterer Menschen und diskutieren Konsequenzen für Präventions- und Deradikalisierungsansätze. Dr. Serge Embacher verweist auf die Ambivalenz des digitalen Transformationsprozesses: Digitalisierung kann auch neue Ausschlüsse und Ungerechtigkeiten hervorrufen. Zur Gestaltung einer demokratischen, inklusiven und beteiligungsorientierten digitalen Gesellschaft bedarf es daher einer aktiven Zivilgesellschaft als Korrektiv. Diese benötigt wiederum digitale und Medienkompetenz, um diesen Anforderungen genügen zu können.


Das Fachgespräch findet mit den vier Forderungen des Fachbeirats DigiBäM zum Handlungsbereich „politische Bildung älterer Menschen“ seinen Abschluss.

 

Anmeldungen: bitte bis spätestens 24.06.2024 per Mail unter der Nennung „Online-Fachgespräch Politische Bildung 28.06.2024“ an andrea.barwig(at)iss-ffm.de

               

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